Unser Herbstletter


Der aktuelle Newsletter kommt als Herbstletter mit dem Schwerpunkt Charlie Chaplin und spannenden neuen Seminartypen. Auch diesmal gibt es wieder unsere Rubriken


Buchen & Erleben

Sie haben ein "Thema", das sie beschäftigt und möchten dieses Thema unterhaltend und tiefgehend zugleich "bearbeiten"? Dann suchen wir Ihnen den passenden Film hierzu und präsentieren ihn als ergiebigen Lern- und Reflexionssteinbruch. Dieses Format nennen wir Filminar.

Vermittelt durch die suggestive Kraft der Bilder und den Erzählcharakter der Geschichten eröffnen Filminare eine ganz neue Intensität und Qualität des Lernens. Auf unterhaltsame Weise treten uns überraschende Erkenntnisse entgegen und werden dauerhaft als neues Wissen abgespeichert - mit der Option, es anschließend praktisch ein- und umzusetzen. Passend zu unserem Schwerpunkt empfehlen wir hierzu z. B. den Film „Moderne Zeiten“ von Charlie Chaplin.

Filminare sowie unsere aus dem letzten Newsletter bekannten Sportinare fallen in Zukunft unter unser spezielles Angebot der „Und-Seminare“. Hierbei kombinieren wir klassische Weiterbildungsthemen mit besonderen "add ons" - eben Lernen und Sport machen usw. Es geht uns darum, den Zusatznutzen des Eventcharakers für eine höhere Qualität des Lernens in Beschlag zu nehmen. Deshalb kann das "und" auch einmal aus einer besonderen Betonung des Teamentwicklungsgedankens oder einer außergewöhnlichen Lernumgebung bestehen. 

Etabliert sind auf diesem Gebiet bereits Managerseminare mit dem Coach Pferd, die Michael A. Schnell in Kooperation mit den Beyer-Seminaren anbietet.


Weitere Themen für Und-Seminare
:

  • Zeit- und Selbstmanagement und die Kunst des Kochens
  • Selbst-, Zeit- und Lebensmanagement (Life-Leadership, Work-Life-Balance, Stressbewältigung, Achtsamkeitstraining) und die Kunst des Angelns
  • Ein spezielles Führungskräfte-Coaching auf dem Gelände des Fischerhauses
  • Und für alle Führungskräfte, die auf den Hund gekommen sind (und natürlich gerne auch alle anderen), wird's ein Seminar Menschen- & Hundeführung geben. 
                

               

 

Lesen & Staunen

Aus gegebenen Anlass stellen ihr wir Ihnen heute zwei Texte aus dem Haus Quirinus Redemanagement vor. Beim ersten Text handelt es sich um eine Rezension, die
Norbert Q. Engelen zum Buch von Wolfgang J. Linker
„Kommunikative
Kompetenz: Weniger ist mehr“ verfasst hat.

Beim zweiten Text handelt es sich um einen Fachartikel von Michael A. Schnell zum
Thema
E-Mail-Kommunikation, der inzwischen im Fachmagazin WissenHeute von
Telekom Training erschienen ist. 

Und nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ präsentieren wir ihnen darüber hinaus noch die erste Rückmeldung zum Werk „ Die Kunst des Timings“, die uns vom Zeitverein erreichte:

PS : Hier finden sie die MindMaps zu den Hauptkapiteln dieses Buches zum Download. Gerne schicke wir Ihnen auf Anfrage auch noch weitere MindMaps aus dem Buch zu. Und sobald das Buch in einer zweiten Auflage (neu lektoriert und formal überarbeitet) erscheint, informieren wir sie direkt.

 

Stöbern & Entdecken

Kennen sie schon den Begriff „Suffizienz“? Häufig wird er mit Öko-Effizienz übersetzt und gleichgesetzt. Dahinter steckt die Frage nach dem rechten Maß oder dem maßvollem Handeln, das neben den Zielen der Effizienz und Effektivität zunehmend an Bedeutung für unsere Gesellschaft gewinnt. Die leitende Fragestellung lautet: Kann es nicht sein, dass "ausreichend" in vielen Belangen doch besser ist als das "Größte", das "Höchste", das "Schnellste", kurz: als das Maximum?

Populärer als der Begriff der Suffizienz sind die Begriffe "Nachhaltigkeit" und "Sozial Business", die jedoch beide eng mit dem Suffizienz-Ansatz verbunden sind. Ein für uns neues praktisches Beispiel für Suffizienz sind zwei Internet-Suchmaschinen als Alternative zu Google und Co.:

 verbindet Rechercheanfragen mit Spenden an den WWF bzw. für den Regenwald (http://www.ecosia.org)

Znout gleicht den gesamten CO2-Ausstoß, den Sie durch Ihre Suche verursachen, durch den Kauf von Zertifikaten für erneuerbare Energien wieder aus (http://de.znout.org/).

Nachdem unser erster Newsletter stark vom Thema Zeit geprägt war, schlagen wir hier heute noch einmal eine Brücke zurück. Wer seine Persönlichkeit im Rahmen von Training und Seminaren erforscht, wird in der Arbeitswelt in erster Linie mit den folgenden vier Testverfahren Bekanntschaft machen:

Diese und weitere unbekanntere, aber nicht minder spannende und effektive Verfahren stellen wir Ihnen bei Gelegenheit einmal ausführlicher vor. Heute weisen wir aber - wegen seiner Affinität zum Thema Zeit - schon einmal auf den Ansatz von Philip Zimbardo und John Boyd hin.

Zimbardo (den viele Pädagogen und Psychologen durch sein Grundlagenlehr-buch „Psychologie“ kennen) und sein Kollege Boyd unterscheiden Persönlich-keiten nach ihrer Zeitperspektive. Vergangenheits-, Gegenwarts- und Zukunftsorientierung dienen als Eckpfeiler einer psychologischen Betrachtungsweise. Mehr dazu in „Die neue Psychologie der Zeit und wie sie Ihr Leben verändern wird“ oder unter http://timeperspective.com/ sowie unter http://www.thetimeparadox.com/.

Gerne bieten wir ihnen auch ein Seminar zum Buch. Denn das Modell eignet sich hervorragend als Führungshilfe im Umgang mit den unterschiedlichen Zeitpersönlichkeiten - mit Blick auf ihre Stärken und Grenzen hinsichtlich Organisation, Planung, Kreativität, Motivation usw..

 

Sehen & Genießen

Gönnen Sie sich doch mal eine kleine Auszeit mit Charlie Chaplin. Hierzu empfehlen wir Ihnen eine herausragende Rede aus seinem Film Der große Diktator“, die uns nicht nur menschlich berührt und begeistert hat, sondern die auch ein hervorragendes Vorbild für jeden Vortragsredner darstellt. Zu sehen auf YouTube (Bild rechts).

Ebenso visionär und aktuell zugleich ist für uns sein Meisterwerk „Moderne Zeiten“, das heute wahrscheinlich in erster Linie Comedy-Fans und Cineasten bekannt ist. Vom American Film Institute wurde der Klassiker 1998 in die Liste der 100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten aufgenommen. Diesen Film nicht zu kennen, kommt daher inzwischen schon fast einer Bildungslücke gleich 

Ein Stummfilm mag für viele heute ein ungewohntes Sehvergnügen sein. Aber es gibt wohl kaum einen Film, der von seiner Aussage und Botschaft her inhaltlich so gut in unsere Zeit passt wie dieser. Äußerst lehrreich thematisiert der Film den Umgang des Menschen mit seiner Zeit, den Prozess der immer schneller verlaufenden Beschleunigung des Lebens sowie die grundlegende Frage nach dem Sinn von Fortschritt. In genialer Weise seziert. Die Parallelen zur modernen Wissens- und Informationsgesellschaft sind so deutlich, dass sie buchstäblich

Wir wünschen viel Vergnügen beim Edutainment mit "Moderne Zeiten" von Charlie Chaplin.

 

 

Wolfgang Linker: "Kommunikative Kompetenz: Weniger ist mehr!" (Rez.)

Die Mikromuster der Impuls-Kommunikation.
Offenbach 2009 (Gabal Verlag)
ISBN: 978-3-89749-913-3

Als Kommunikationsprofi kennt man das: Um Gottes Willen, schon wieder ein Buch über kommunikative Kompetenz. Und dann die Spontanreaktion: Wahrscheinlich schon wieder alter Wein in neuen Schläuchen. Mal sehen, was steht auf dem Cover? "Weniger ist mehr." Und dann sehe ich: Das Buch hat 447 Seiten! Das hat mich stutzig gemacht. Die kommunikationsträchtige Traktateliteratur kommt gemeinhin mit deutlich weniger Seiten aus. 

Der nächste Eyecatcher: "Die Mikromuster der Impulskommunikation." Kommt gut. Mikro sowieso (heute muss alles Mikro sein, vom IPod bis zum Netbook) und Impuls-Kommunikation ist zumindest mal ein einigermaßen neuer Begriff. Klingt so aktiv. Also ran an den Speck. 

Nach dem ersten Querlesen stellt sich Verwunderung ein: Man kann das Buch fast lesen wie einen Roman. So kurzweilig, so spannend, so unterhaltsam. Mit vielen Beispielen und Zitaten aus der Praxis, besser noch: aus dem Alltag. Zitate aus Filmen (Meryl Streep), aus der Musik (Oscar Peterson) oder vom Fußball (Joachim Löw). Kurz: Das Buch lädt zum Schmökern ein. Wenn das jetzt nicht trivial wird, ist das doch gar nicht schlecht! 

Und es wird nicht trivial. Im Gegenteil: Erstaunt stelle ich fest, dass die bei "Schökern" oft anzutreffende Unverbindlichkeit von Aussagen völlig fehlt. Wenn es nicht so abgedroschen klänge, könnte man auch sagen: Eine gelungene Mischung aus Praxis und Theorie. Denn auch letztere gibt es reichlich, wenn auch nicht so abgehoben wie üblich. Man merkt dem Autor seine Herkunft aus dem Accelerating Learning an, einer gehirnfreundlichen Methode des Lernens. Und die bringt überraschende neue Perspektiven auf alte Bekannte aus der Kommunikationsforschung hervor: Auf die Theorien Schulz von Thuns, Thomas Gordons und Carl Rogers' etwa. Aber wie heißt es so treffend im Buch: Alt bedeutet nicht veraltet. 

Fazit. Dies wird mein neues Buch auf dem Nachttisch werden. Und da liegen immer die Bücher, mit denen ich mich etwas länger beschäftigen möchte ...

 

 

Verein zur Verzögerung der Zeit

Alpen-Adria-Universität Klagenfurt - Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (Klagenfurt-Graz-Wien) 
Sterneckstraße 15 | A-9010 Klagenfurt 
www.zeitverein.com
zeitverein@uni-klu.ac.at 

Inhaltlich ist es sehr spannend, aufschlussreich und ebenso inspirierend. Die Kombination aus Erfahrungswissen, Zitaten aus Wissenschaft und Literatur sowie Theoriebildung finde ich sehr ansprechend. Es ist durchwegs verständlich geschrieben und man kann jederzeit eine beliebige Seite aufschlagen und drauf los lesen und erhält stets lohnende Gedankenanstöße. 

Formal ist es meiner Meinung nach leider nicht gut gelungen. Was den Verlag dazu bewogen hat eine Sans Serif Schrift zu benutzen erschließt sich mir nicht. Bei mir begannen die Buchstaben regelmäßig zu "tanzen" sodass ich mit dem Lesen aufhören musste. Ebenso wurde scheinbar nicht genau korrekturgelesen, denn es finden sich einige Fehler im Text; auch hätten ein wenig mehr Formatierungen einer besseren Übersicht gut getan. Und wie es das Buch mit derart verzogenen und damit leider unlesbaren Mindmanager-Folien in Druck geschafft hat kann ich auch nicht nachvollziehen (das passiert eigentlich nur dann, wenn das Bild direkt im Text verkleinert wird, anstatt das Pixelverhältnis zu reduzieren). Das ist äußerst schade, denn diese Dinge trüben das Lesevergnügen doch erheblich. 

Es ist nichtsdestoweniger inhaltlich ein gutes Buch, keine Frage. Ich rate Ihnen aber, nochmal bei Ihrem Verlag anzuklopfen und in Erfahrung zu bringen, ob eine überarbeitete Auflage möglich ist. 

Mit freundlichen Grüßen 

Robert Lauritsch