Q - Ein besonderer Buchstabe

Das Quirinus-Q

   
   

Da wird jeder sofort zustimmen. Eine durchschnittliche Letter ist das Q mitnichten

wie das A in Altherrenmannschaft, Ampelschaltung oder Abraumhalde, nicht so einfältig wie das E in Eselei, Egotrip oder Eiderdaus, mit dem ontologisch nahen O in Onomasiologie, Opazität oder Ondulation ganz unvergleichbar, nicht zu reden vom U, das zwar geographisch urig daherkommt (in Uganda, Ulan Bator, Uruguay), aber unzweifelhaft überrepräsentiert ist in unmäßig uhaltigen Wörtern wie Uhu, Ulcus, Usus, Ukulele oder nur aus Us bestehenden Abkürzungen wie zum Beispiel u. oder u. U.! Von den Konsonanten ganz zu schweigen. Zahllos in ihrer Gesamtheit, gesichtslos im Einzelfall.

Will man ein NN dem Q gegenüberstellen? Ein VW? Ein XXL? Ein DBDDHKP?

Wenn das Q in seiner Eigenart freundschaftliche Beziehungen innerhalb des Alphabetes unterhält, dann zum ÖÖ, das ihm äußerlich sogar ähnlicher ist als dem enger verwandten O. Ungezählte Wörter allerdings lauten auf Ö, gefangen von der Maßeinheit für das spezifische Gewicht des Mostes über die Langeweile und die Wirtschaftlichkeit, die Gesamtheit der Christen und das schwedische Kleingeld bis hin zum doppelödrigen Vornamen Ödön, der im Q-Bereich keine Entsprechung findet.

(U.S., in der „Zeit“ v. 05.03.98)

Wo kommt das Q überhaupt vor?

Na, wo schon?

Q steht ab jetzt für "Quirinus", genauer: für
Quirinus Redemanagement